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7. Juli 2021 – Ein trauriger Tag für den Wald von Niedernhausen,

so Hannegret Hönes -Vorstandssprecherin der Grünen in Niedernhausen.

Bereits im Frühjahr wurden schon viele über hundertjährige Eichen und Buchen im Staatsforst um Niedernhausen (Bereich Radweg R 8) von Hessenforst geschlagen. Viele Bürger reagierten mit Unverständnis angesichts der derzeitigen vielfältigen Belastungen unseres Waldes. Trotzdem hatte der Sozial-, Umwelt- und Klimaausschuss der Gemeindevertretung am 17.6.2021 – mit der Mehrheit der GroKo CDU/SPD – den Antrag der Grünen, den Einschlagstopp für Laubbäume über den 1.7.2021 hinaus zu verlängern, abgelehnt.

Wie bereits berichtet wurde, hatte die Gemeindevertretung am 7.7.2021 über den Antrag von CDU/SPD „Runder Tisch Waldkonzept“ entschieden. Inhalt des Antrages ist, dass Fachleute, Gemeindevertreter etc., drei Jahre über die zukünftige Waldbewirtschaftung diskutieren sollen. Der Änderungsantrag der Grünen hierzu sah vor, dass wegen der fortschreitenden Zerstörung des Niedernhausener Waldes schnelles Handeln erforderlich sei und ein Konzept des rundes Tisches nach einem Jahr vorliegen soll. Außerdem sollte der Hauungsplan für Laubbäume auf 20 Prozent begrenzt werden. Dieser Änderungsantrag wurde in namentlicher Abstimmung von der Mehrheit im Parlament abgelehnt. Gemäß dem Hauungsplan 2021 von Hessenforst (dem die Gemeindevertretung zugestimmt hat) bedeutet dies eine Fällung von 290 Eichen- und 2.643 Buchen-Festmeter. Dies entspricht einer Menge von – je nach Dicke und Länge des Baumes – ca. 1.500 Laubbäumen. Sollte der runde Tisch nach drei Jahren zu dem Ergebnis kommen, dass die bisherige Waldbewirtschaftung nicht sinnvoll ist, dann wären bereits mehrere Tausend alte Laubbäume unwiederbringlich verloren.

Wir Grüne werden uns weiter für einen Erholungs- und Klimawald ohne oder mit einer maßvollen Bewirtschaftung einsetzen, dies nicht zuletzt für unsere Kinder und Enkelkinder, so Hannegret Hönes im Namen des Parteivorstandes der Grünen.