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Offener Brief an den Vorstand der Bürgerinitiative „Grünes Autal“ als Antwort auf einen Fragebogen der BI zum Autal (17.10.2021)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst bedauern wir, dass die „BI Grünes Autal“ trotz unserer intensiven gemeinsamen Gespräche weiter eine unsachliche Argumentation wählt, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Es geht keinesfalls um die Bebauung des gesamten Areals unseres grünen Autals, sondern lediglich um die 50% Bebauung eines der letzten gut bebaubaren Grundstücke der Gemeinde. Dieses Grundstück liegt am äußersten Rand des Autals.

Wir verstehen, dass die unmittelbaren Anlieger dies ungern sehen. In einem längeren Abwägungsprozess haben wir uns entschieden, daran grundsätzlich festzuhalten. Eine hälftige Bebauung des gemeindeeigenen Grundstückes mit Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren ist an dieser Stelle optimal. Wir sind dabei auch überzeugt, dass dies nicht zu einer grundlegenden Beschädigung des Naherholungsgebietes Autal führt und Kinder, Menschen mit Behinderungen oder alte Menschen in der Ausübung ihrer Freizeitaktivitäten stört.

Die weitere Bebauung des Autals entlang dieser Baulinie wird in unserem letzten Antrag ausdrücklich ausgeschlossen. Zudem wird der Gemeindevorstand um eine prüfbare Stellungnahme gebeten, ob das Autal eine Funktion zur Frischluftversorgung Niedernhausens im Sinne einer „Kaltluftschneise“ besitzt, und ob sich das verändert, wenn „Hundskirch“ zur Hälfte bebaut wird.

Ebenfalls wird öffentlich diskutiert, dass das Grundstück Hundskirch eine Überschwemmungsfläche des Dais­bachs darstelle. Aufgrund der Katastrophe an der Ahr ist der Schutz vor Hochwasser ein besonders großes Anliegen. Auch hier haben wir den Gemeindevorstand gebeten zu prüfen, ob diese Fläche als Überschwemmungsfläche dienen könnte und dafür erhalten werden muss.

Wir sind überzeugt, dass mit diesem Konzept ein Kompromiss vorgelegt worden ist, der den widerstreitenden Interessen aller Seiten Rechnung trägt.

Für die Fraktion

Stefan Hauf
Fraktionsvorsitzender