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Neue Ausschreibung zur Autalhalle war eine Farce (10.2.2011)

Die von Bürgermeister Döring bekannt gemachte Ausschreibung der Architektenleistungen für den 4. Bauabschnitt zur Sanierung der Autalhalle wurde nach Auffassung der Grünen nur zum Schein durchgeführt, um die EU-Kommission im Klageverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof „auszutricksen“.  Dies werde aber nicht gelingen, so der Fraktionsvorsitzende Dr. Peter Seel, da der Bürgermeister ebenso wie bei der Vergabe für den 3. Bauabschnitt im vergangenen Jahr schriftlich dokumentiert habe, dass immer wieder das gleiche Büro den Auftrag erhalten müsse, u. a. weil „eine eindeutige Trennung der Leistungen der bisherigen Bauabschnitte und des 4. Bauabschnitts nicht möglich“ sei. Dadurch sei die Ausschreibung eine Farce; kein anderes Architektenbüro habe je die Chance auf den Auftrag gehabt. Viele Büros aus der Nähe wüssten dies und hätten sich deshalb erst gar nicht beworben, obwohl das Projekt mit einem Gesamthonorar von mittlerweile mehreren hunderttausend Euro ausgesprochen lukrativ sei. Der Ausschreibungszeitraum vom 27.12.2010 bis zum 10.1.2011 sei zudem in eine Zeit gelegt worden, in der die meisten Büros Weihnachtsurlaub haben.

Für die Grünen sei es auch –obwohl vorgeschrieben- nebensächlich, ob europaweit oder nur national ausgeschrieben werde. Da Niedernhausen nicht in Grenznähe liege, sei bei derartigen Aufträgen nicht mit Bewerbungen aus dem Ausland zu rechnen. Entscheidend sei, dass ein örtliches Büro ohne Erfahrung mit solchen Objekten zu Beginn der Arbeiten im Januar 2008 ohne Ausschreibung den Auftrag erhielt. In der Folge seien mittlerweile die Kosten ca. zwei Drittel höher als ursprünglich geplant.