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Energiesparmaßnahmen bei Gebäudesanierungen (30.8.09)

Die Gemeindevertretung möge beschließen:

 

  1. Der Gemeindevorstand wird aufgefordert, bei Gebäudesanierungen einen deutlich besseren Standard bei der Wärmedämmung und anderen den Energieverbrauch beeinflussenden Maßnahmen zu gewährleisten als es durch die gesetzlichen Mindestanforderungen festgelegt ist. Insbesondere soll die Wärmedämmung im Dachbereich beheizter Räume mindestens 25cm betragen und zu erneuernde Fenster sollen eine 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung haben. Über Ausnahmen soll der HFA nach Beteiligung von Bau- und Umweltausschuss vor einer entsprechenden Ausschreibung abschließend entscheiden.
  2. In einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und des Umweltausschusses, zu der die Öffentlichkeit per Pressemeldung und Nutzung von Email-Verteilern einzuladen ist, soll ein Experte der Stadt Frankfurt über die dort gemachten Erfahrungen zu Energiesparmaßnahmen bei Gebäudesanierungen referieren. Die Sitzung soll kurzfristig und spätestens bis zum 6.11.2009 durchgeführt werden.

 

 

Begründung:

 

Wie aus der Antwort des Bürgermeisters auf die Anfrage 56 in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung hervorgeht, werden in Niedernhausen bei der Wärmedämmung bisher offenbar nur die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllt. So soll die Stärke der Dachdämmung in der Autalhalle nur 12 cm betragen und neue Fenster sind nur mit einer Doppelverglasung vorgesehen. Städte wie z. B. Frankfurt, die etwas für den Klimaschutz tun  und langfristig Heizkosten sparen wollen, gehen bei Neubau- und Sanierungsmaßnahmen weit über die Mindeststandards hinaus und betonen auch die ökonomische Rentabilität ihrer Vorgehensweise.

Auch durch das Konjunkturprogramm werden in Niedernhausen derzeit mehr Gebäude saniert als je zuvor. Wenn dies jetzt nicht genutzt wird, um strenge Energiesparanforderungen kostengünstig umzusetzen, sind die Chancen ggf. für Jahrzehnte vertan.

Diese Einsicht wächst derzeit auch außerhalb der grünen Partei und der Umweltverbände (Anlage).

Anlage